Meniskusverletzungen: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Meniskusverletzungen: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ob beim schnellen Sprint über den Fussballplatz, beim abrupten Richtungswechsel auf dem Tennis-Court oder beim kraftvollen Absprung im Handball – das Kniegelenk ist in vielen Sportarten enormen Belastungen ausgesetzt. Ein falscher Schritt, eine unglückliche Drehbewegung oder eine plötzliche Überlastung können dabei ausreichen, um eine Verletzung auszulösen. Besonders häufig betroffen: der Meniskus.

Der Meniskus ist eine vergleichsweise kleine, aber entscheidende Struktur im Kniegelenk. Verletzungen bleiben daher selten folgenlos – unbehandelt können sie langfristig zur Arthrose führen. Umso wichtiger ist es, Funktion, Verletzungsmechanismen und moderne Behandlungsmöglichkeiten zu verstehen.

Was ist der Meniskus?

Der Meniskus ist ein wichtiger Bestandteil des Kniebinnenraums. Er ist sichel- bis halbmondförmig aufgebaut und kommt in jedem Knie zweimal vor: als Innenmeniskus und Aussenmeniskus. Beide Scheiben übernehmen zentrale Aufgaben im Kniegelenk: Sie sorgen für die Aufnahme und gleichmässige Verteilung der axialen Belastung, entlasten dadurch den Gelenkknorpel und tragen wesentlich zur Stabilität des Kniegelenks bei. Gleichzeitig gleichen sie Unebenheiten der Gelenkflächen aus.

Strukturell besteht der Meniskus aus Kollagenfasern, elastischen Fasern sowie Faserknorpel an der Oberfläche und zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Wie alle Gewebe unterliegt auch der Meniskus einem natürlichen Verschleiss. Dabei können zunächst horizontale Risse entstehen, die nicht immer sofort behandlungsbedürftig sind.

Formen der Meniskusverletzung

Aus zunächst harmloseren Veränderungen können sich komplexere Rissformen entwickeln. So kann aus einem horizontalen Riss eine radiäre Rissbildung entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Abriss des Meniskushinterhorns, was zu einer funktionellen Amputation des Innenmeniskus führt, da er seine lasttragende Funktion nicht mehr erfüllen kann.

Durch Verdrehtraumen können vertikale Risse entstehen, die sich im Extremfall vom Vorder- bis zum Hinterhorn ausdehnen. Man spricht dann von einem sogenannten Korbhenkelriss. Meniskusverletzungen treten zudem oft als Begleitverletzung bei Bandverletzungen auf, beispielsweise bei einer vorderen Kreuzbandruptur oder Seitenbandverletzung.

Eine besondere Form der Meniskusverletzung ist die sogenannte Rampenläsion, bei der es zu einem Abriss des Innenmeniskus von der Gelenkkapsel kommt.

Diagnose

Die Meniskusverletzungen äussern sich bei der verletzten Person in der Regel durch eine schmerzhafte Blockade des Gelenkes, gelegentlich auch durch eine minimale Ergussbildung. Die Beschwerden können je nach Rissform und Ausmass unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Die Diagnose wird zunächst klinisch gestellt. Spezielle Meniskustests liefern wichtige Hinweise auf eine Verletzung. Der aussagekräftigste Test ist das sogenannte Apleyzeichen: Dabei wird durch Druck und Rotation im Gelenkspalt gezielt ein Schmerz ausgelöst, der auf eine Rissbildung hinweist. In den Händen eines erfahrenen Untersuchenden sind diese Tests zu 80 bis 90 Prozent aussagekräftig. Zur Sicherung der Diagnose wird anschliessend eine MRT-Untersuchung durchgeführt.

Behandlung von Meniskusverletzungen

Ziel der operativen Behandlung ist es, den Meniskus möglichst zu erhalten. Daher wird – wann immer möglich – eine arthroskopische Naht durchgeführt, um die Struktur zu rekonstruieren.

Ist eine Rekonstruktion nicht möglich, kann eine partielle Meniskusresektion erforderlich sein. Dabei wird jedoch darauf geachtet, die sogenannte Randleiste zu erhalten, um langfristig eine Versorgung mit einem Ersatzmeniskus zu ermöglichen. Der Meniskus ist eine der wichtigsten Strukturen im Kniegelenk. Wird eine Verletzung nicht behandelt, kann dies langfristig zur Entwicklung einer Arthrose führen. Genau aus diesem Grund spielt der Meniskus in der modernen Kniechirurgie eine zentrale Rolle.

Ihr Experte für Meniskusverletzungen in Zürich und Schaffhausen

Meniskusverletzungen erfordern eine genaue Diagnostik und eine individuell abgestimmte Therapie, um die Funktion des Kniegelenks langfristig zu erhalten. Im Raum Zürich und Schaffhausen sind die Praxen von Dr. med. Frank J. Paech Ihre Anlaufstelle für Kniegelenkchirurgie, Unfallchirurgie und Sportverletzungen.

In seiner täglichen Arbeit verfolgt er das Ziel, Patientinnen und Patienten nach den aktuellen medizinischen Standards zu behandeln und dabei stets die natürliche Gelenkfunktion so vollständig wie möglich wiederherzustellen. Ob akute Sportverletzung oder schleichende Beschwerden: Sie erhalten eine fundierte fachärztliche Einschätzung sowie ein auf Ihre Situation abgestimmtes Behandlungskonzept.

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Foto von Omar Ramadan auf Pexels

Dr. med. Frank-J. Paech, Chirurg und Sportarzt

Dr. med. Frank-J. Paech
Facharzt für Chirurgie FMH
Allgemeine Chirurgie, spezialisierte Traumatologie, Sportmedizin und manuelle Medizin

Chirurgische Praxis Zürich
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