Wenn die Achillessehne reißt: Achillessehnenruptur im Überblick

Wenn die Achillessehne reißt: Achillessehnenruptur im Überblick

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und wird für nahezu jede dynamische Bewegung benötigt – sei es beim Gehen, Sprinten, Springen oder Landen. Die Kraft der gesamten hinteren Muskelkette wird in ihr gespeichert und beim Absprung oder der Abbremsbewegung wieder freigesetzt.

Länge und Durchmesser der Achillessehne sind genetisch vorgegeben. Bestimmte Bevölkerungsgruppen – etwa die Massai in Afrika – verfügen aufgrund ihrer anatomischen Voraussetzungen über eine besonders ausgeprägte Sprungkraft. Diese genetische Masse kann zwar nicht durch Training beeinflusst werden, doch die Speicherfähigkeit der Kraft in der Sehne kann antrainiert werden.

Ist die Achillessehne jedoch durch chronische Überlastung (Achillodynie) oder kleinere Teilrisse vorgeschädigt, steigt das Risiko einer vollständigen Ruptur deutlich, die besonders häufig bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Fußball oder Tennis auftritt. Die Achillessehnenruptur ist allerdings grundsätzlich gut behandelbar. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles über die Diagnose, Behandlungsmethoden und die Wiederaufnahme des Trainings.

Die Achillessehnenruptur

Diagnose

Betroffene erkennen eine Achillessehnenruptur in der Regel sehr schnell. Denn diese geht nicht nur mit einem lauten Knall einher, der an eine Peitsche erinnert, sondern auch mit direkten Schmerzen in der Ferse und der Wade.

Bei der klinischen Untersuchung lässt sich häufig eine Delle im Bereich der Rupturstelle tasten. Funktionelle Tests, insbesondere der Thompson-Test, überprüfen die Kraftübertragung der Sehne. Mithilfe bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Röntgen kann ein knöcherner Abriss der Achillessehne am Fersenbein diagnostiziert werden.

Behandlung

Eine mögliche Therapieoption ist die konservative Behandlung mittels Ruhigstellung im Spezialstiefel in Spitzfußstellung. Voraussetzung dafür ist, dass im Ultraschall ein ausreichender Kontakt der Sehnenenden besteht. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Achillessehne unter konservativer Therapie verlängert, was zu einem dauerhaften Kraftverlust führen kann. Um dies zu vermeiden, stehen verschiedene operative Nahttechniken zur anatomischen Rekonstruktion und Fixation der Achillessehne zur Verfügung.

Die Ruhigstellung beträgt sowohl nach operativer als auch nach konservativer Therapie in der Regel sechs Wochen. Anschließend folgt die funktionelle Nachbehandlung. In der Defektzone liegt zunächst minderwertigeres Kollagen vom Typ III vor, das im Rahmen der Rehabilitation schrittweise in belastbares Kollagen vom Typ I umgebaut wird.

Return to Sport

In der Regel ist die Sehne nach sechs Wochen verheilt und nach etwa zwölf Wochen ausreichend stabil, sodass Laufen und Springen wieder möglich sind. Ein Return to Sport beziehungsweise Return to Competition erfolgt nach entsprechenden Leistungstests, zu denen auch Sprungtests gehören.

Diagnostik, operative und konservative Therapie sowie Rehabilitation sind heute standardisiert, sodass die Ergebnisse typischerweise exzellent sind. Unter konservativer Therapie ist jedoch nach etwa zehn Wochen eine erhöhte Reruptur-Rate beschrieben. Daher sollte die Wahl des Therapieverfahrens ausführlich und individuell mit der Patientin oder dem Patienten besprochen werden.

Ihr Experte für Achillessehnenruptur in Zürich und Schaffhausen

Bei Sportverletzungen ist Dr. med. Frank J. Paech Ihr erfahrener Sportarzt und Chirurg im Raum Zürich und Schaffhausen. In seinen Praxen behandelt er Achillessehnenrupturen sorgfältig und nach aktuellen medizinischen Standards, mit dem Ziel, Sie sicher und möglichst rasch in Alltag und Sport zurückzuführen.

Einer Achillessehnenruptur lässt sich zudem gezielt vorbeugen. Dr. med. Paech bietet individuelle präventive Beratungen an, um Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Reduktion des Verletzungsrisikos zu erarbeiten. Dank des telemedizinische Beratungsangebot ist dies auch unabhängig vom Standort möglich – vereinbaren Sie einfach einen Termin und lassen Sie sich bequem per Videokonsultation fachärztlich beraten.

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Dr. med. Frank-J. Paech, Chirurg und Sportarzt

Dr. med. Frank-J. Paech
Facharzt für Chirurgie FMH
Allgemeine Chirurgie, spezialisierte Traumatologie, Sportmedizin und manuelle Medizin

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