Häufige Knieverletzungen beim Fussball
Wenn der Ball von der einen Seite des Feldes zu der anderen Seite gekickt wird, müssen Fussballspielerinnen und Fussballspieler schnell agieren. In den rund 90 Minuten machen die Sportlerinnen und Sportler unzählige Sprints, Sprünge und abrupte Richtungswechsel – eine grosse Belastung für die Kniegelenke.
Kein Wunder also, dass Knieverletzungen zu den häufigsten Sportverletzungen im Fussball zählen. Während kleinere Blessuren oft folgenlos heilen, erfordern schwere Verletzungen eine fachärztliche Diagnostik und gezielte Therapie, um langfristige Schäden und Ausfallzeiten zu vermeiden.
Hohes Risiko im Breitenfussball
Die vordere Kreuzbandruptur zählt zu den häufigsten Kniebinnenverletzungen beim Fussballbreitensport. Im Bereich des Profifussballs tritt diese Verletzung deutlich seltener auf. In europäischen Topligen wie der Bundesliga, der Premier League, Serie A oder der Super League liegt die Häufigkeit bei etwa 1,5 Kreuzbandrissen pro Verein und Jahr. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Profifussball ein guter muskulärer und konditioneller Trainingsstatus der Spielerinnen und Spieler besteht.
Im Breitenfussball ist das Verletzungsrisiko deutlich höher. Der typische Verletzungsmechanismus ist ein Verdrehtrauma bei leicht gebeugtem Knie, wobei sich der Oberschenkel und Unterschenkel in entgegengesetzte Richtungen verdrehen. Dadurch kommt es zu einem Zug der inneren Verspannung des vorderen Kreuzbandes, das häufig mit einem lauten Knall reisst.
Häufige Begleitverletzungen sind der Innenbandriss und der Innenmeniskusriss. Die Verletzung geht meist mit einer starken Schwellung und Schmerzen des betroffenen Kniegelenkes einher.
Diagnostik und Therapie
Unmittelbar nach der Verletzung stehen Massnahmen wie Schonung, Ruhigstellung und Eiskühlung im Vordergrund. Die klinische Untersuchung liefert richtungsweisende Befunde, insbesondere wenn eine Instabilität nachgewiesen werden kann. Meniskusverletzungen lassen sich ebenfalls durch spezielle klinische Tests erkennen. Zur exakten Beurteilung des Verletzungsausmasses ist das MRT das bildgebende Verfahren der Wahl.
Nach Diagnose der Verletzung erfolgt – insbesondere im Profisport – die operative Stabilisierung mittels Kreuzbandersatzplastik, häufig kombiniert mit einer Meniskusnaht. Als Implantate für den Kreuzbandersatz kommen Teile der Patellarsehne, des Hamstrings (Semitendinosussehne) oder Teile der Quadricepssehne zum Einsatz.
Die Operation wird zeitnah durchgeführt. Es erfolgt in jedem Fall eine funktionelle Nachbehandlung, die in mehrere Rehabilitationsphasen gegliedert ist: Zunächst steht die Wiederherstellung der Funktion im Vordergrund, gefolgt vom gezielten Kraftaufbau und schliesslich die Koordination.
Return to Sport
Nach Abschluss der Rehabilitation erfolgt eine eingehende klinische Prüfung der Stabilität durch den Operateur. Ergänzend können Sprungtests wie Sidehoptest, Singlehoptest und Tripplehoptest durchgeführt werden.
Als Richtwert gilt: Erreicht das operierte Knie mindestens 70 Prozent der Leistungsfähigkeit der gesunden Gegenseite, kann von einem Return to Sport und – im Profibereich – von einem Return to Competition ausgegangen werden.
Bei Profifussballern liegt die Rehabilitationsdauer in der Regel bei sechs bis sieben Monaten. In den meisten Fällen gelingt die vollständige Rückkehr in den Spielbetrieb, sodass die Spielerin oder der Spieler wieder ins Team zurückkehren kann. Kommt es dennoch zu erneuten Kreuzbandverletzungen, müssen mögliche Ursachen wie eine instabile Beinachse, unzureichende laterale Stabilisierung oder knöcherne Faktoren wie der sogenannte Slope sorgfältig analysiert werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die oben genannten Verletzungen bezüglich Diagnostik, operativer Therapie als auch Rehabilitation weltweit standardisiert sind, und zwar mit exzellenten Ergebnissen.
Prävention und spezialisierte Fussballmedizin in Zürich
Wenn es sich um Sport- und Knieverletzungen handelt, dann ist Dr. med. Frank J. Paech Ihr Facharzt im Raum Zürich und Schaffhausen. Durch seine Spezialisierungen auf Kniegelenkchirurgie, Sportverletzungen und Unfallchirurgie liegt ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit in der Behandlung und Beratung von Fussballspielerinnen und Fussballspielern, sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport.
Somit kennt Dr. med. Paech die besonderen Anforderungen des Sports genau und kombiniert moderne operative Behandlungen mit sportartspezifischen Rehabilitations- und Präventionskonzepten.
Neben der Behandlung akuter Knieverletzungen unterstützt er Fussballerinnen und Fussballer auch präventiv, um das Verletzungsrisiko nachhaltig zu reduzieren. Sie können ganz einfach einen Termin vor Ort in einer der beiden Praxen in Zürich oder Schaffhausen vereinbaren, oder das telemedizinische Beratungsangebot wahrnehmen.
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