Freiburger Knorpeltage 01/2026: ein Update zur Knorpelchirurgie

Freiburger Knorpeltage 01/2026: ein Update zur Knorpelchirurgie

Die Freiburger Knorpeltage zählen im deutschsprachigen Raum zu den führenden Fachveranstaltungen für Standards in der Knorpelchirurgie. Die Veranstaltung 2026 widmete sich insbesondere den umgebenden Strukturen des Kniegelenkes, deren Pathologie und Chirurgie.

Auch Dr. med. Paech besuchte die Freiburger Knorpeltage und fasst im Folgenden die wichtigsten Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung und klinischen Praxis zusammen.

Neue Erkenntnisse in der Knorpelchirurgie

Sehnenbiologie: Was Training beeinflussen kann – und was nicht

Experimentelle Studien der AO-Labore in Davos haben ergeben, dass sowohl die Sehnenlänge als auch die Sehnendicke genetisch vorgegeben sind und sich auch durch intensives Training nicht verändert werden können. Allerdings lässt sich die Fähigkeit der Sehne, Energie zu speichern, durchaus durch ein gezieltes Training verbessern. Dies steigert nicht nur die sportliche Leistung, sondern schützt die Gelenke und Muskeln langfristig. Kommt es zu Sehnenverletzungen rund um das Kniegelenk, werden diese durch chirurgische Naht oder Refixation versorgt, da sonst ein erheblicher Funktionsausfall droht.

Distraktionstherapie bei Kniearthrose

Neuere Studien belegen den Stellenwert der Distraktion bei der Arthrose-Therapie. Eine achtwöchige Distraktion des Kniegelenks kann die Gelenkbelastung reduzieren und im Idealfall dazu beitragen, eine Knieprothese hinauszuzögern oder zu vermeiden. Multicenter-Studien aus den Niederlanden bestätigen vielversprechende Ergebnisse. Zu den Nachteilen zählen jedoch die vorübergehende Versteifung des Kniegelenkes und gelegentliche Pin-Infektionen.

Begleitverletzungen und operative Therapiekonzepte in der Knorpelchirurgie

Ein wichtiger Aspekt der modernen Knorpeltherapie ist auch die Adressierung der Begleitverletzungen des Kniegelenkes, wie Kreuzbandrisse, Meniskusrisse, Seitenbandrupturen und Fehlstellungen der Beinachse.  Während der Freiburger Knorpeltage wurden zum Thema der Behandlung der Kreuzbandruptur verschiedene Implantate wie Patellasehne, Quadrizepssehne und Semitendinosussehne diskutiert. Derzeit wird auch sehr häufig die Quadrizepssehne verwendet. Ein möglicher Nachteil ist jedoch eine ausgeprägte postoperative Atrophie des Quadrizepsmuskels, die zu einer muskulären Instabilität führen kann.

Die Sanierung der Meniskusrisse ist besonders wichtig, da Meniskusverletzungen eine hohe Inzidenz an Arthrose nach sich ziehen. Bevorzugt werden heute meniskuserhaltende Verfahren wie die Naht oder Refixation. Weiterhin können Osteotomie-Verfahren zur Korrektur der Beinachse die Knorpelchirurgie sinnvoll unterstützen. Im Leistungssport ist jedoch in der Regel kein vollständiger Return to Sport (RTS) auf Wettkampfniveau zu erwarten.

Aktuelle Verfahren und Rehabilitation in der Knorpelchirurgie

Das derzeit am häufigsten angewendete Verfahren in der Knorpelchirurgie ist die arthroskopische Matrix assoziierte Chrondrogenese (AMIC). Hierbei wird der Knorpeldefekt möglichst schonend debridiert. Anschliessend erfolgt eine Mikrofrakturierung und Deckung des Defektes mit einem Kollagenpatch. Die Ergebnisse können durch eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm und die Infiltration des gewonnenen Knochenmarks in den Defekt weiter verbessert werden.

Unabhängig vom operativen Verfahren ist eine frühfunktionelle physiotherapeutische Nachbehandlung notwendig, um eine Wiederherstellung der Gelenkfunktion zu erreichen. Leistungstests nach Abschluss der Rehabilitation sind sinnvoll, um die Entscheidungsfindung für einen Return to Sport objektiv zu unterstützen.

Immer auf dem neusten Stand der Medizin

Dr. med. Frank J. Paech ist für den Raum Zürich und Schaffhausen Ihr erfahrener Ansprechpartner für Kniegelenkchirurgie, Sportverletzungen und Unfallchirurgie. Sein Anspruch ist es, Patientinnen und Patienten stets nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernsten Behandlungskonzepten zu versorgen.

Aus diesem Grund nimmt Dr. Paech regelmässig an internationalen Fachkongressen, Fortbildungen und Fachveranstaltungen wie den Freiburger Knorpeltagen teil. Der kontinuierliche Austausch mit führenden Expertinnen und Experten sowie der Zugang zu neuesten Studienergebnissen ermöglichen es ihm, innovative Therapieansätze frühzeitig in die klinische Praxis zu integrieren, um allen Patientinnen und Patienten die bestmögliche individuelle Behandlung zu gewährleisten.

Neben der Behandlung akuter Verletzungen beraten wir Sie auch präventiv, um das Risiko von Gelenkverletzungen gezielt zu reduzieren – persönlich in der Praxis oder im Rahmen einer telemedizinischen Beratung.

Foto Quelle: Bild von freepik.com

Dr. med. Frank-J. Paech, Chirurg und Sportarzt

Dr. med. Frank-J. Paech
Facharzt für Chirurgie FMH
Allgemeine Chirurgie, spezialisierte Traumatologie, Sportmedizin und manuelle Medizin

Chirurgische Praxis Zürich
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