Seltene Knieverletzungen im Überblick

Seltene Knieverletzungen im Überblick

Sport, Unfälle oder Überlastungen können zu Knieverletzungen führen. Viele davon zählen in der Kniechirurgie zum Alltag. Daneben existieren jedoch seltene Knieverletzungen, die deutlich komplexer sind und besondere Anforderungen an Diagnostik und Therapie stellen.

Diese Verletzungen treten häufig kombiniert intraartikulär (innerhalb des Kniegelenks) und extraartikulär (ausserhalb des Kniegelenks) auf. Ihre Häufigkeit liegt bei unter 5 Prozent.

Bei einer seltenen Knieverletzung ist rasches Handeln entscheidend, um Schmerzen zu lindern, Folgeschäden zu vermeiden und die Funktion des Kniegelenks bestmöglich wiederherzustellen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Formen seltener Knieverletzungen es gibt und wie diese behandelt werden.

Intraartikuläre Knieverletzungen (im Kniegelenk)

Zu den seltenen intraartikulären Knieverletzungen zählen insbesondere komplexe Kombinationsverletzungen wie:

  • Aussen- und Innenmeniskusrisse
  • vordere und hintere Kreuzbandruptur, kombiniert mit einer Seitenbandruptur (Innen- oder Aussenband)
  • Risse der Kniescheibenaufhängebänder auf der Innenseite in Verbindung mit einer Kniescheibenluxation

Diese Verletzungen betreffen mehrere stabilisierende Strukturen des Kniegelenks gleichzeitig und führen häufig zu einer ausgeprägten Instabilität.

Extraartikulare Knieverletzungen (um das Knie herum)

Ausserhalb des Kniegelenks betreffen seltene Verletzungen vor allem den Streckapparat. Dieser ermöglicht das aktive Strecken des Knies und damit das Gehen und Stehen. Zu den Verletzungen gehören unter anderem:

  • Patellarsehnenriss
  • Riss der Quadriceps-Sehne
  • Patellafraktur
  • Kniescheibenluxationen

Typische Symptome und fachliche Diagnostik

Bei all diesen Verletzungen kommt es plötzlich zu einer erheblichen Funktionseinschränkung des Kniegelenkes. Die damit einhergehenden Schmerzen, Instabilität und eingeschränkte Belastbarkeit veranlassen Betroffene meist dazu, umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Entscheidend ist die kompetente ärztliche Diagnostik durch einen spezialisierten Traumatologen. In den meisten Fällen lässt sich die Verletzung bereits durch die körperlichen Untersuchungen detektieren. Technischen Untersuchungen wie Röntgen oder MRI dienen lediglich der Bestätigung der Diagnose.

Die zeitnahe Diagnose ist sehr wichtig, da ein instabiles Kniegelenk zu Gefässverletzungen in der Kniekehle führen kann. Dabei kommt es zu Einrissen in der inneren Gefässwandschicht der Arterien. Diese kann zum akuten Verschluss des Gefässes mit nachfolgenden Durchblutungsstörungen des Unterschenkels führen. Unbehandelt drohen Gewebsischämie, Nekrose, Sepsis und im Extremfall muss sogar eine Amputation vorgenommen werden.

Behandlung mit hohen Erfolgschancen

Seltene Knieverletzungen – insbesondere bei intraartikulär oder kombiniert extraartikulären Fällen – sollten zeitnah in einer Sitzung allesamt chirurgisch versorgt werden. Eine übungsstabile Versorgung mit funktioneller Nachbehandlung ist ein therapeutisches Muss.

Die Verletzungen des Streckapparates können mit relativ einfachen chirurgischen Techniken gut versorgt werden. Aufgrund der guten Durchblutung in diesem Bereich ist die Heilungstendenz sehr gut, sodass häufig bereits sechs Wochen nach der Operation eine Vollbelastung und freie Beweglichkeit ohne Einschränkungen möglich sein kann.

Fallkontrollstudien bei Bundesligaspielern zeigen, dass bei einer schnellen Diagnostik und fachgerechter operativer Versorgung in allen Fällen ein sogenannter „Return to Competition“ erreicht werden konnte. Die Sportler konnten ihre Karriere vollständig fortsetzen.

Wichtigste Red Flag:

Bei jedem instabilen Kniegelenk muss eine mögliche Gefässverletzung konsequent ausgeschlossen werden. Eine Fehleinschätzung kann schwerwiegende Folgen bis hin zur Amputation haben.

Auch bei seltenen Verletzungen in den besten Händen

Sowohl im Falle einer typischen als auch einer seltenen Knieverletzung ist Dr. med. Frank J. Paech im Raum Zürich und Schaffhausen Ihr erfahrener Ansprechpartner. Dank seiner Spezialisierung auf Sportverletzungen, Unfallchirurgie und Kniegelenkchirurgie sind Sie bei ihm auch in anspruchsvollen Fällen bestens betreut.

Gerne beraten wir Sie zudem präventiv, um das Risiko von Knieverletzungen möglichst gering zu halten – persönlich in der Praxis oder flexibel per telemedizinischer Beratung.

Foto Quelle: Bild von Snapwire auf pexels.com

Dr. med. Frank-J. Paech, Chirurg und Sportarzt

Dr. med. Frank-J. Paech
Facharzt für Chirurgie FMH
Allgemeine Chirurgie, spezialisierte Traumatologie, Sportmedizin und manuelle Medizin

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