Skiverletzungen, Prophylaxe und Therapie

Skiverletzungen, Prophylaxe und Therapie

Ob als Profisportlerin bzw. -sportler oder im jährlichen Winterurlaub – beim Skifahren besteht ein erhöhtes Risiko für Knieverletzungen. Durch die feste Verbindung mit Ski- oder Snowboardbrettern neigt man leicht zu Fehlbewegungen, harten Landungen nach Sprüngen oder Verdrehungen, die Schmerzen und Schäden verursachen können.

In der Chirurgie von Dr. med. Frank-J. Paech behandeln wir jedes Jahr zahlreiche Patientinnen und Patienten mit Skiverletzungen. In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen, welche Massnahmen sich zur Prophylaxe eignen und welche modernen Therapien bei einer Knieverletzung zur Verfügung stehen.

Prophylaxe: So können Sie Skiverletzungen vorbeugen

Knieverletzungen beim Skifahren betreffen häufig das vordere Kreuzband und zählen laut Statistik der Schweizer Unfallversicherer zu den zweithäufigsten Ursachen einer vorderen Kreuzbandruptur. Frauen sind dabei statistisch häufiger betroffen – Gründe dafür sind Unterschiede in der Beinachse sowie hormonelle Einflüsse auf die Bänder. Es gibt jedoch auch Daten, die zeigen, dass gut trainierte Frauen nicht häufiger als Männer betroffen sind.

Die beste Prophylaxe besteht in einem ganzjährigen Muskelaufbau-Training sowie in Übungen zur Koordination (Propriozeption), Muskelbalance und Rumpfstabilisierung. So lassen sich die hohen exzentrischen Kräfte im Ski-Alpin deutlich besser abfangen.

Behandlungsmethoden bei einer Skiverletzung

Schon kleinste Verdrehtraumen können bei hoher Geschwindigkeit zu einer vorderen Kreuzbandruptur führen – häufig gefolgt von einem Sturz und weiteren Kniebinnenverletzungen wie Meniskus- oder Seitenbandrissen.

Bei Verdacht auf eine Kniebinnenverletzung sollte zeitnah eine adäquate Diagnostik erfolgen. Diese beginnt mit einer körperlichen Untersuchung durch einen erfahrenen Traumatologen oder Orthopäden, der Instabilitäten und Meniskusrisse in der Regel bereits klinisch erkennen kann. Ein Röntgenbild dient dem Ausschluss knöcherner Verletzungen. Die endgültige Diagnose – insbesondere bei einer vorderen Kreuzbandruptur – liefert das MRI, in dem auch Meniskus- und Knorpelschäden sichtbar werden.

Nach der Diagnostik und bestätigter Kniebinnenverletzung ist eine zeitnahe Versorgung wichtig. Bei einer Operation sollten alle Verletzungen in einem einzigen Eingriff, der in der Regel arthroskopisch erfolgt, behandelt werden. Dies ist wichtig, um im Anschluss auch wieder eine gute Koordination und Propriozeption zu erzielen. Allerdings ist zu beachten, dass die Patientin oder der Patient ausreichend untersucht wurde, sodass keine Verletzung übersehen wurde.

Die Rekonvaleszenz umfasst eine intensive Physiotherapie, in der Funktion, Kraft und Koordination wiederhergestellt werden. So wird ein Return-to-Sport bzw. ein Return-to-Competition ermöglicht. Bei Profi -Abfahrtsläufern (Ski-Alpin) umfasst die Rehabilitation meist einen Zeitraum von sechs bis sieben Monaten. Allerdings muss auch die biologische Heilung der operativ versorgten Kniebinnenstrukturen wie Kreuzband und Meniskus sowie Knorpel gewährleistet sein.

Vor und nach Skiverletzungen: Gut beraten mit Dr. Paech

Zusammenfassend gilt: Die Prophylaxe ist die beste Therapie. Kommt es dennoch zu einer (kombinierten) Kniebinnenverletzung, sollte eine zeitnahe Diagnostik durch einen spezialisierten Traumatologen erfolgen. Die Bildgebung mit Röntgen und MRI ist heutzutage nahezu überall zeitnah möglich, ebenso wie die operative Versorgung durch einen erfahrenen Kniespezialisten.

Als Spezialist für Sportverletzungen, Unfallchirurgie und Kniegelenkchirurgie ist Dr. med. Frank-J. Paech Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Skiverletzungen. Unsere beiden Praxen in Zürich und Schaffhausen liegen in der Nähe vieler Skigebiete, sodass wir im Ernstfall schnell erreichbar sind.

Damit es jedoch gar nicht erst so weit kommt, empfehlen wir insbesondere Sportlerinnen und Sportlern eine sportmedizinische Beratung zur optimalen Prävention. Dafür müssen Sie nicht zwingend in eine unserer Praxen kommen – nutzen Sie gerne auch unsere telemedizinische Beratung.

Foto Quelle: Bild von Josef Pichler auf Pixabay

Dr. med. Frank-J. Paech, Chirurg und Sportarzt

Dr. med. Frank-J. Paech
Facharzt für Chirurgie FMH
Allgemeine Chirurgie, spezialisierte Traumatologie, Sportmedizin und manuelle Medizin

Chirurgische Praxis Zürich
Bellerivestrasse 3
CH-8008 Zürich
Tel.: 044 251 11 77
Natel/Handy: 079 577 49 55
Fax: 052 625 91 41

Chirurgische Praxis Schaffhausen
Mühlentalsträsschen 11
CH-8200 Schaffhausen
Tel.: 052 625 31 31
Natel/Handy: 079 577 49 55
Fax: 052 625 91 41

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Fachärztliche Online-Beratung
Buchen Sie Ihren Termin:
tele-sportchirurg.ch
Schnelle, unkomplizierte fachärztliche Einschätzung in Chirurgie, Traumatologie und Sportmedizin – auf Wunsch auch als qualifizierte Zweitmeinung.

© 2026 Sportarzt Zürich und Schaffhausen | Dr. med. Paech