Behandlung einer Patellafraktur – vom Spezialisten erklärt
Ob beim Sturz im Alltag, beim Sport oder durch direkte Krafteinwirkung: Ein Bruch der Kniescheibe geht häufig mit starken Schmerzen sowie einer deutlichen Einschränkung der Beweglichkeit einher. Besonders das Strecken des Beines ist oft kaum noch möglich, was die Belastbarkeit des gesamten Kniegelenks erheblich reduziert.
Die sogenannte Patellafraktur zählt mit einem Anteil von etwa fünf Prozent zu den selteneren Knieverletzungen. Dennoch erfordert sie eine zeitnahe Abklärung und gezielte Behandlung, da neben dem Knochen häufig auch die Gelenkfläche betroffen sein kann. Neben der Wiederherstellung der ursprünglichen Funktion des Kniegelenks geht es auch darum, langfristige Folgeschäden wie Arthrose zu vermeiden.
Formen der Patellafrakturen
Man unterscheidet verschiedene Frakturtypen: Längsfrakturen, Querfrakturen und komplexe Frakturen.
Längsfrakturen können unter bestimmten Voraussetzungen konservativ behandelt werden, insbesondere wenn keine Verschiebung der Bruchstücke vorliegt. In solchen Fällen ist eine funktionelle Behandlung oder Ruhigstellung mit Schiene möglich, da durch den Streckapparat eine gewisse Stabilität gegeben ist.
Querfrakturen und komplexe Frakturen müssen in der Regel operativ versorgt werden, da häufig eine Beteiligung der Gelenkfläche vorliegt. Ohne adäquate Behandlung besteht hier ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Arthrose.
Diagnostik & Behandlung
Nach der klinischen Untersuchung, bei der typische Frakturzeichen festgestellt werden, erfolgt die bildgebende Diagnostik.
Standard ist eine Röntgenaufnahme des Kniegelenks in zwei Ebenen sowie eine tangentiale Aufnahme der Patella. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine MRT-Untersuchung erforderlich sein, um das Femoropatellargelenk sowie mögliche ligamentäre Begleitverletzungen genauer zu beurteilen.
Ist die Diagnose gesichert, erfolgt in der Regel zeitnah die operative Versorgung für die anatomische Reposition, um die Übungs- und Belastungsstabilität wiederherzustellen. Dafür kommen verschiedene Verfahren wie die Schraubenosteosynthese, die Zuggurtungsosteosynthese und die Plattenosteosynthese mittels winkelstabiler Platte zum Einsatz.
Mögliche Knorpelverletzungen werden intraoperativ nach den Prinzipien der arthroskopischen Knorpelchirurgie versorgt. Die intraoperative Kontrolle erfolgt sowohl arthroskopisch als auch mittels Bildwandler (Röntgendurchleuchtung).
Prognose & Heilungsverlauf
Die Prognose nach einer operativen Versorgung ist typischerweise gut. Die Kniescheibe ist in den Streckapparat eingebettet und weist eine sehr gute Durchblutung auf, was die Heilung begünstigt.
Die Nachkontrollen erfolgen postoperativ mittels Röntgenuntersuchungen. Bei frühzeitiger Diagnostik und adäquater operativer Versorgung sind die Ergebnisse in den meisten Fällen exzellent, und die Wiederherstellung der Kniefunktion ist in der Regel gewährleistet.
Spezialist für Patellafrakturen in Zürich und Schaffhausen – Ihr Knie in besten Händen
Die Behandlung einer Patellafraktur erfordert Erfahrung, präzise Diagnostik und ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept. Dr. med. Frank J. Paech ist im Raum in Zürich und Schaffhausen Ihr erfahrener Ansprechpartner für Kniegelenkchirurgie, Unfallchirurgie und Sportverletzungen.
Durch seine Spezialisierung und die konsequente Orientierung an modernsten medizinischen Standards verfolgt er das Ziel, die natürliche Funktion des Kniegelenks möglichst vollständig wiederherzustellen und eine sichere Rückkehr in Alltag und Sport zu ermöglichen.
Wenn Sie eine Knieverletzung erlitten haben oder eine fachärztliche Einschätzung benötigen, vereinbaren Sie gerne einen Termin in einer der Praxen. Alternativ steht Ihnen auch eine flexible telemedizinische Beratung zur Verfügung.
